Von Selfies, Hasies und Fremdies

Selfie_02Zu den ersten Fotos, die jemals gemacht wurden, gehörte ein Selfie von Robert Cornelius. Das war 1839. Ob der Fotopionier ahnte, zu welchem Massenphänomen diese Lichtbild-Art eines Tages werden würde?! Vielleicht. Seit Jahren bereichern sie unseren Alltag. Mittlerweile gehören Selfies auch bei Vierbeinern zum Einmaleins der Selbstinszenierung, vor allem bei jugendlichen Tieren. Jimmy ist da keine Ausnahme. Sobald er die Kamera in die Pfoten bekommt, wird gepost und abgedrückt. Wir kommen seinem Wunsch nach Veröffentlichung an dieser Stelle gern nach. Doch auch andere Selfie-Arten haben ihren Reiz.

Hasi-BunnyHasies – Selfies für Witzbolde

Hasie – noch nie gehört? Kein Wunder, wir haben diese Sonderform des Selfies nämlich erst vor Kurzem erfunden und Hasie (auf Englisch auch bunnie) genannt. Warum? Wir finden, dass Gruppenfotos, auf denen ein Spaßvogel seinem ahnungslosen Nachbarn die zu Hasenohren gespitzen Finger über den Kopf hält, viel zu selten sind. Dieser harmlose Schabernack fehlt auf nahezu jedem Familienfoto – und zwar weltweit. So gut wie nie sieht man ihn auf Gruppenbildern von Stars auf Roten Teppichen. Auch beim G7-Gipfel-Breitwandbild sucht man vergeblich nach den lustigen Hasenohren, obwohl sie einigen Staatsoberhäuptern gut zu Gesicht stehen würden. Irgendwie schade. Darum peppen wir ab sofort unsere Selfies mit Hasenohren auf, zum eigenen Spaß. Ob allein oder zu zweit, wir drücken immer öfter den Auslöser für Hasies und können die Nachahmung wärmstens empfehlen. Eigene Hand über den eigenen Kopf halten, Bild schießen, lachen. Hasies für eine bessere Welt.

Fremdie_02Fremdies – Selfies für Ikonen

Bongo, unser kleiner Feingeist und Professor, findet Selfies und Hasies lächerlich profan. Erst recht, wenn man sie im Internet veröffentlicht. Das ist einfach nicht sein Stil. Er ist ein großer Befürworter von Fremdies (englisch strangies). Was das ist? Das gute alte Porträt, das jemand anderes von bzw. für einen macht. Da Bongo über eine eigene Haus- und Hof-Fotografin verfügt (mich), die sein Leben lückenlos dokumentiert, kann er sich Allüren dieser Art natürlich leisten. Selfies sind in seinen Augen eher etwas fürs Personal. VIPs mit Rang und Namen haben sie jedenfalls nicht nötig. Muss er bei Karl Lagerfeld aufgeschnappt haben, unser Bongo-Mann.

Bis bald – Catrin

 

There are 2 comments for this article
    • Catrin Author at 11:44 pm

      Liebe Helga,
      was Bongo und Du vielleicht noch wisst: ALBERN ist das neue ERNST 😉 Liebe Grüße – Catrin

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